Taschenkontrolle Ausgabe 01/2019

Taschenkontrolle Ausgabe 01/2019

13. Mai 2019


Dr. Andreas Bertow

Dr. Andreas Bertow hat mit dem Nirvana-Album „Nevermind“ einen echten Klassiker in seiner Tasche. Die CD stand zu Zeiten seines Referendariats ganz oben in seinen persönlichen Charts. Obwohl er sie heute nur noch als „Rudiment“ bezeichnet, konnte er sich bisher nicht überwinden, sie aus der Tasche herauszunehmen.

Der Rubiks Cube (Zauberwürfel), der in den 1970er-Jahren eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen beschäftigte, ist hingegen erst vor Kurzem in Bertows Lehrertasche gelandet. Er dient ihm unter anderem zur Motivation im Matheunterricht der 9. und 10. Jahrgangsstufe. Der Pädagoge hat sich die Lösung des Problems per YouTube Video angeeignet und gibt sein Wissen gerne an interessierte Schüler weiter, die bei ihm mit dem Ordnen der Würfelfarben sogar ihre Note aufbessern können.

Wichtigstes Utensil im Besitz des Lehrers ist jedoch der Taschenrechner. „Das liegt nicht daran, dass ich nicht 3 + 5 rechnen kann“, erklärt Andreas Bertow mit einem Lächeln. Vielmehr lassen sich damit komplexe Aufgaben wie die Lösung quadratischer Funktionen oder die Berechnung von Schnittpunkten zweier Parabeln bewältigen. Und mit dem Taschenrechner kann der Lehrer die im Unterricht erarbeiteten Ergebnisse schnell und einfach kontrollieren.

Weil Andreas Bertow neben seiner pädagogischen Tätigkeit zusätzlich als didaktischer Leiter in der Schulleitung engagiert ist, achtet er in besonderem Maße auf ein Gleichgewicht zwischen Privatleben und Beruf: „Meine Strategie besteht darin, die beiden Welten strikt zu trennen. Ich habe als Mitglied der Schulleitung über den Unterricht hinaus noch eine Menge Arbeit, der ich mich aber konsequent nur in der Schule widme.“ Deshalb werden im Hause Bertow am Wochenende auch keine E-Mails gecheckt, wenn sie nicht privater Natur sind.

 


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